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Manifestieren: Meditation zur Wunsch-Erfüllung?

Manifestieren:
Meditation zur Wunsch-Erfüllung?

Manifestieren: Wünsche erfüllen durch Meditation?

Wünschen ist in. Wenn man weiß was man will, braucht man es sich nur noch zu wünschen ("beim Universum bestellen") und dann zu warten, bis es "geliefert" wird. Es gibt unzählige Bücher und mittlerweile auch Filme zu dem Thema, wie man geistig die Erfüllung seiner Wünsche verursachen kann, sei es der Traumpartner, der Traumberuf, das Traumhaus, das Traumauto, der Traumurlaub oder sonstige Dinge, wovon wir träumen.

Das Grundprinzip, worauf sich die Lehre des geistigen Verursachens begründet, funktioniert auch. Wenn wir ganz fest an die Wirklichkeit einer Sache glauben, so ist die Wahrscheinlichkeit auch deutlich höher, dass sie wirklich geschieht. Wir kennen alle den Begriff der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung". Auch ist die Wirkung von Placebos (Scheinarzneimittel ohne Arzneistoff) wissenschaftlich anerkannt.

Wenn wir etwas im Geiste - mit allen inneren Sinnen - bereits erlebt haben, und sich diese geistige Erfahrung für uns völlig stimmig und natürlich angefühlt hat, so haben wir die Ursache dafür gesetzt, dass wir diese Erfahrung auch in unserem körperlichen Leben machen werden. Im Profisport ist es ganz normal, zuerst im Geiste eine bestimmte Leistung zu vollbringen bzw. ein Spiel zu gewinnen und sich dann an die körperliche Umsetzung dieses Ziels zu machen.

Wenn also wirklich etwas dran ist an diesem Grundprinzip des geistigen Erschaffens, warum gelingt es so vielen Menschen nicht, dieses Prinzip bei sich erfolgreich anzuwenden?

Die Antwort ist einfach und lässt sich auch gut auf den Punkt bringen: Weil die meisten Menschen dabei versuchen, sich selbst etwas vorzumachen. Es funktioniert nicht, wenn übergewichtige Menschen sich selbst als schlank vorstellen, wenn arme Menschen sich als wohlhabend visualisieren oder wenn einsame Menschen sich Ihren Traumpartner an ihrer Seite geistig erträumen.

Wir verursachen nicht das, wovon wir "glauben", dass es geschehen "wird". Wir verursachen das, von dem wir "wissen", dass es "jetzt in der Gegenwart" unser realer Zustand ist. Und genau hier liegt das Problem. Wenn wir uns nun also hinsetzen oder hinlegen und stundenlang unseren Traumpartner visualisieren, so tun wir das ja gerade deshalb, weil wir jetzt in der Gegenwart allein und einsam sind, und das wissen wir auch. Was erschaffen wir also: Wir erschaffen auch zukünftige Erfahrungen des Alleinseins und des Herbei-Sehnens eines Partners.

Genau das gleiche Problem haben wir, wenn wir finanzielle Fülle visualisieren, um sie zu verwirklichen. Wir erschaffen dann auch die zukünftige Erfahrung, dass wir Geld brauchen, weil wir nicht genug davon haben. "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden." (Matthäus 13, 12) So unangenehm dieser Bibelspruch auch ist, es ist leider viel Wahres dran.

Es ist paradox: Wir müssen etwas bereits verwirklicht haben, bevor wir es verwirklichen können. Wie soll das gehen? Die Lage scheint aussichtslos, sie ist es aber nicht! Es gibt einen Weg und der ist noch nicht einmal schwierig oder anstrengend. Es ist uns möglich, die reale Erfahrung von Reichtum, von Liebe, von Freude oder von Sicherheit und Geborgenheit jetzt und hier zu machen, ohne uns etwas einzubilden.

Wenn wir uns an unsere eigene Göttlichkeit erinnern und mit unserer wahren göttlichen Natur in Verbindung gehen, dann erkennen und erleben wir, dass Reichtum, Liebe, Freude, Sicherheit, Geborgenheit und alles, wonach wir uns gesehnt haben, in Wahrheit bereits Teil von uns ist, und dass das Gefühl, dass es uns an irgendetwas mangelt, nur eine Illusion ist. Wir wissen dann, dass wir bereits reich und geliebt sind, und es erscheint uns überflüssig, derartige Dinge absichtlich mit unserem Geiste zu erschaffen. Und jetzt, da wir alle diese Dinge nicht mehr brauchen, bekommen wir sie auch in unserem Leben im Überfluss.

So gelingt es uns, aus dem Bewusstsein des Mangels heraus zu kommen und die bisher gewohnten Erfahrungen des Mangels in unserem Leben überflüssig zu machen. Unsere Grundhaltung des "Haben-wollens" (Not, Mangel) verwandelt sich in eine Grundhaltung der Dankbarkeit (Fülle, Überfluss), die uns unser Leben auf angenehme Weise widerspiegelt.

Beim Meditieren geht es also nicht darum, die unendlichen Wünsche unseres Egos zu befriedigen und es damit nur noch gieriger zu machen. Es geht darum, uns aus der steten Unzufriedenheit unseres Egos und damit aus einem unbefriedigendem Leben zu befreien.

 

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